Business Reengineering

OPEX-Lexikon

Das Pendant zum Total Quality Management (TQM) ist das Business Reengineering. Während beim TQM die inkrementelle Verbesserung existenter Strukturen vorgenommen wird, stellt das BR eine prozessorganisatorische Neuorientierung dar. Bekannte Vorgehensweisen werden hinsichtlich ihrer Effektivität und Effizienz überprüft. Konsequent ausgeführt, ist der Ansatz eine Radikalkur für das Unternehmen. Alte Systeme können über Bord geworfen und Prozesse sowie Aktivitäten, die keinen Mehrwert schaffen, eliminiert werden. Ein BR ist eine Bombenwurfstrategie: Wenn ein Baum kränkelt werden nicht nur ein paar Äste oder welke Blätter abgeschnitten und der Baum gedüngt sowie mit besonderer Sorgfalt gepflegt (wie beim TQM). Der kranke Baum ist komplett aus dem Boden zu reißen. Es wird ein neuer Baum gepflanzt. Diese Radikalität ist auch der Nachteil des Ansatzes, da sich Mitarbeiter weigern, eine derart tiefgreifende Veränderung mitzutragen.

Das Wesen des BR lässt sich wie folgt beschreiben: Renewing: „Erneuerung“ bedeutet die verbesserte Schulung und organisatorische Einbindung von Mitarbeitern in das Unternehmen Revitalitzing: „Revitalisierung“ meint die Prozessneugestaltung Reframing: „Einstellungsänderungen“ bewirken, dass herkömmliche Denkmuster abzulegen sowie neue Wege einzuschlagen sind Restructuring: „Restrukturierung“ erfordert die revidierte Definition des Aktivitätenportfolios.

Mehr dazu auf der Themenseite Administrative Bereiche.

Quelle: Werner, Hartmut: Supply Chain Management – Grundlagen, Strategien, Instrumente und Controlling, Gabler

Zum Nachlesen: Geschäftsprozessoptimierung bei Wikipedia.

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