Shopfloor Management
Shopfloor Management ist Führung am Ort der Wertschöpfung und der Taktgeber jedes Programms für Operational Excellence. Statt im Büro über Berichte zu sprechen, stehen Führungskräfte und Team täglich vor einem Board, sehen dieselben Zahlen und entscheiden gemeinsam, was heute zu tun ist. Oft liest man auch Shopfloor Management, gemeint ist dasselbe.
In immer mehr Werken ist dieses Board ein Bildschirm. Die Zahlen stehen zum Schichtbeginn aktuell da, die Maßnahmen laufen mit Verantwortlichem und Termin mit, und niemand tippt morgens Ausdrucke ab.
Der Ansatz gehört zum Lean Management und verbindet drei Dinge: sichtbare Kennzahlen, eine feste Regelkommunikation und eine Führungsroutine, die Abweichungen zum Anlass für Verbesserung macht.
Shopfloor Management ist der Teil unseres Denkens, der darüber entscheidet, ob eine Verbesserung hält. Methoden lassen sich in Wochen einführen. Ob sie in einem Jahr noch gelebt werden, hängt allein an der Führungsroutine. Deshalb steckt dieser Baustein in jedem Projekt, das wir begleiten.

Digitales Shopfloor Management
Shopfloor Management wird digital
Die tägliche Runde bleibt, das Werkzeug ändert sich. Ein digitales Board zeigt, was ERP, MES und Qualitätssystem ohnehin liefern, zum Schichtbeginn aktuell und auf jeder Ebene gleich. Maßnahmen hängen an der Kennzahl, die sie ausgelöst hat, und melden sich, wenn der Termin verstreicht. Über mehrere Standorte hinweg entsteht so eine gemeinsame Sprache.
Unsere Empfehlung: Wo Bildschirm und Daten schon da sind, beginnen Sie gleich digital. Wo das noch fehlt, ist ein Start am Whiteboard besser als gar keiner. Der Wechsel sollte dann innerhalb weniger Wochen folgen, bevor das Abtippen die Zeit frisst, die für die Runde gedacht war.
Wie viel Zeit das ist, zeigt ein Kunde mit zwanzig Papierboards: 12,4 Stunden Pflege am Tag, rund anderthalb Stellen. Mit dem Leonardo SmartScreen, unserem Board für digitales Shopfloor Management, ist ein Standort in drei Wochen umgestellt. Den Testzugang richten wir Ihnen kostenlos ein.
Und die KI?
Ein digitales Board hält jeden Tag fest, welche Kennzahl wann abwich, welche Maßnahme folgte und wie lange sie offen blieb. Am Whiteboard ist diese Geschichte am nächsten Morgen weggewischt. Digital wird sie zur Grundlage für KI, und die eröffnet im Shopfloor Management gerade neue Möglichkeiten:
- Protokolle der Runde, die aus Board und Gespräch entstehen, ohne dass jemand mitschreibt
- Arbeitsanweisungen, die aus den Maßnahmen abgeleitet und aktuell gehalten werden
- Shopfloor-Daten, die mit der Simulation von Linien und Aufträgen verknüpft werden, damit Änderungen durchgespielt sind, bevor die Halle umgebaut wird
Wer heute digital startet, sammelt die Daten, mit denen morgen gearbeitet wird. Was KI in der Produktion schon heute leistet, zeigt Digitalisierung und KI. Methode, Systemgestaltung und Seminare vertiefen wir auf unserem Fachauftritt shopfloor-management.de.
Eines bleibt gleich: Ein Bildschirm ohne feste Uhrzeit und feste Fragen ist ein schöner Bildschirm, vor dem niemand steht. Deshalb führen wir Board und Runde gemeinsam ein.
Wer uns ruft, steht meist an einer von vier Stellen
Entweder gibt es noch kein Shopfloor Management und die Runde am Morgen ist ein Produktionsmeeting ohne festen Ablauf. Oder es gibt Boards, aber sie hängen halb gepflegt an der Wand und niemand vermisst sie, wenn sie fehlen. Oder das System läuft und soll digital werden, weil das Pflegen der Ausdrucke mehr Zeit frisst als die Runde selbst. Oder Sie fangen neu an und wollen gleich digital starten.
Jeder dieser Fälle braucht einen anderen ersten Schritt. Beim ersten legen wir Kennzahlen, Takt und Rollen fest und üben die Runde ein. Beim zweiten klären wir zuerst, warum das Board nicht getragen hat, sonst hängt in einem Jahr ein neues daneben. Beim dritten geht es um Datenquellen, Layout und darum, was am Bildschirm wirklich gebraucht wird. Beim vierten bauen wir Kennzahlen, Runde und digitales Board in einem Zug auf.
Shopfloor Management ist eine tägliche Routine
Das Board ist nur das Werkzeug. Was zählt, ist die tägliche Runde davor: gleiche Uhrzeit, gleiche Fragen, verbindliche Maßnahmen mit Namen und Termin.

Die vier Bausteine
Woraus ein Shopfloor-Management-System besteht
01
Kennzahlen, die etwas auslösen
Wenige Zahlen, täglich aktuell, vom Team selbst gepflegt. Typisch sind Termintreue, Ausbringung, OEE, Qualität und Sicherheit. Wichtig ist, dass auf jede Zahl eine Handlung folgt.
02
Das Board
Heute meist ein Bildschirm, zum Einstieg auch ein Whiteboard. Der Aufbau folgt der Führungslogik: Soll, Ist, Abweichung, Maßnahme, Verantwortlicher, Termin. Mehr braucht es zu Beginn nicht.
03
Regelkommunikation
Kurze tägliche Runden, kaskadiert von der Schicht bis zur Werkleitung. Fünfzehn Minuten, feste Uhrzeit, feste Fragen. Was gestern nicht lief, wird heute geklärt.
04
Führungsroutine
Führungskräfte gehen in den Prozess, stellen Fragen und coachen, statt Lösungen zu diktieren. Das ist der Teil, der am längsten braucht und am meisten bringt.
Was sich messbar verändert
TermintreueAbweichungen fallen am selben Tag auf statt am Monatsende
ReaktionszeitProbleme werden innerhalb von Stunden eskaliert
BeteiligungMaßnahmen kommen aus dem Team statt von oben
FührungszeitFührungskräfte verbringen mehr Zeit im Prozess als im Postfach
In unseren Projekten zeigt sich der Effekt zuerst an der Zahl offener Maßnahmen. Wenn die Liste kürzer wird statt länger, greift das System.
Wie wir Shopfloor Management einführen
SCHRITT 1
Kennzahlen klären
Welche Zahlen steuern wirklich, welche werden nur berichtet. Meist bleibt weniger übrig als gedacht.
SCHRITT 2
Board und Takt aufbauen
Boardaufbau, Uhrzeiten, Teilnehmerkreis und Eskalationsweg werden gemeinsam festgelegt. Das Board entsteht möglichst gleich digital, zum Einstieg auch am Whiteboard.
SCHRITT 3
Führungskräfte begleiten
Wir stehen die ersten Wochen in den Runden dabei und geben Rückmeldung. Das ist der Punkt, an dem es kippt oder trägt.
SCHRITT 4
Übergeben
Ihre eigenen Leute führen die Runden. Wir kommen für Audits und zur Weiterentwicklung.
Dazu passend
- Schulung Shopfloor Management, zwei Tage im gastgebenden Produktionsunternehmen
- Digitalisierung und Transparenz, das übergeordnete Themenfeld
- OEE und Digitalisierung, wenn die Anlagenverfügbarkeit im Mittelpunkt steht
- Lean Management, der methodische Rahmen
Im Zusammenhang
Wo Ihnen Shopfloor Management bei uns begegnet
Die tägliche Führungsroutine ist der Punkt, an dem Verbesserung trägt oder verschwindet. Deshalb taucht sie überall wieder auf.
IN DER BERATUNG
Teil jedes Projekts
Ob Wertstrom, Rüstzeit oder Qualität: am Ende steht immer die Frage, wer die Abweichung morgen sieht. Siehe Lösungskompetenz und Führung und Kultur.
IN DER AKADEMIE
Zwei Tage im echten Werk
Die Schulung Shopfloor Management findet im gastgebenden Produktionsunternehmen statt, am laufenden Board. Dazu passt Operatives Führen.
IN DER SOFTWARE
Wenn das Board digital wird
Leonardo SmartScreen bringt Kennzahlen dorthin, wo sie entstehen. Der größere Zusammenhang steht unter Digitalisierung und Transparenz.
IM ALLTAG
Auch ohne Produktion
In Auftragsabwicklung, Einkauf und Verwaltung heißt dasselbe Prinzip Teamboard. Siehe administrative Bereiche.
Branchen und Referenzen
Shopfloor Management führen wir im Anlagen- und Maschinenbau, bei Automobilzulieferern, in Elektrotechnik, Medizintechnik, Metallverarbeitung, Lebensmittelindustrie, Energietechnik, Kunststofftechnik und Verpackungsindustrie ein, in der Produktion ebenso wie in Logistik und Verwaltung.
Zu den Kunden gehören unter anderem Ammann, ARRI, bott, Convotherm, Fujitsu, Hydrometer, Komax, MAHA Maschinenbau, RIBE, Servus Intralogistics, STILL Wagner, WALDNER und WaveLight. Projekte und Ergebnisse stehen unter Erfolgsgeschichten.
seit 1999Einführung und Weiterentwicklung von Shopfloor-Management-Systemen
über 1.800Projekte und Seminare bei über 500 Kunden
über 30.000geschulte Fach- und Führungskräfte
eigener Auftrittshopfloor-management.de vertieft das Thema zusätzlich
Einsatzgebiet
Wo wir arbeiten
Der Firmensitz ist in der Leopoldstraße 8 bis 10 in München, das Büro Ammersee liegt am Rudolf-Diesel-Ring 4a in Inning am Ammersee. Die Arbeit findet in Ihrer Halle statt, weil Shopfloor Management aus der Ferne nicht einzuführen ist.
Im Raum München und rund um den Ammersee sind wir in der Regel am selben Tag vor Ort. Dazu sitzen Berater in den Räumen Stuttgart, Köln, Bremen, Magdeburg und Nürnberg. So laufen Projekte in ganz Deutschland ohne großes Reisethema. Unser Schwerpunkt ist der deutschsprachige Raum mit Österreich und der Schweiz. Insgesamt haben wir Projekte in 32 Ländern begleitet. Für weiter entfernte Standorte vereinbaren wir feste Präsenztage, damit die tägliche Routine sich setzen kann.
Wann eine andere Lösung besser passt
Wenn Sie ausschließlich eine Software suchen und die Führungsroutine bereits steht, reicht ein gutes Werkzeug. Sehen Sie sich dafür den Leonardo SmartScreen an. Wenn Ihr Thema ein einzelner Engpass in der Fertigung ist, bringt eine Wertstromarbeit schneller Ergebnisse als ein neues Board. Und wenn die Führungsmannschaft das Format nicht tragen will, verschiebt ein Shopfloor-Projekt den Konflikt nur nach hinten.
Wie Sie Angebote verschiedener Beratungen vergleichbar machen, beschreibt die Seite Lean-Beratung auswählen.
Typische Situationen für diesen Weg
Aus diesen Situationen führt der Weg am häufigsten hierher. Alle fünf stehen unter Ihre Herausforderung.
Führung und Kultur im Detail
Führung und Kultur: wenn die beste Fachkraft Meister wird, Maßnahmen versanden und Veränderung im Alltag nicht ankommt. Ursachen und Lösungsweg.
Digitalisierung und Transparenz im Detail
Digitalisierung und Transparenz: Digitalisierung in der Produktion, wenn Daten da sind und die eine Kennzahl am Ort der Entscheidung fehlt. Lösungsweg.
Endlich Kundenorientierung unternehmensweit
Kundenorientierung unternehmensweit: Wenn jeder Bereich sein eigenes System fährt, bringt ein Produktions- oder Business-System alle auf einen Maßstab.
Häufige Fragen
Fragen zu Shopfloor Management
Was ist Shopfloor Management?
Shopfloor Management ist ein Führungssystem, bei dem Kennzahlen, Regelkommunikation und Führungsroutinen am Ort der Wertschöpfung zusammenkommen. Führungskräfte und Team treffen sich täglich kurz vor einem Board, besprechen Abweichungen und legen Maßnahmen fest.
Welche Kennzahlen gehören auf ein Shopfloor-Board?
So wenige wie möglich. Bewährt haben sich Sicherheit, Qualität, Termintreue, Ausbringung und OEE. Jede Zahl braucht eine klare Definition, eine verantwortliche Person und eine Regel, ab wann eskaliert wird.
Wie lange dauert eine tägliche Shopfloor-Runde?
Zehn bis fünfzehn Minuten je Ebene. Wer länger braucht, bespricht Inhalte, die in eine andere Runde gehören.
Analog oder digital starten?
Das ist auch eine Frage der Philosophie. Analog anzufangen ist besser, als gar nicht anzufangen, denn die Routine lässt sich am Whiteboard gut einüben. Wir empfehlen trotzdem, möglichst schnell auf digital zu wechseln oder gleich digital zu beginnen, wenn Bildschirm und Daten vorhanden sind. Dafür haben wir den Leonardo SmartScreen entwickelt, unser digitales Shopfloor-Board.
Was bringt ein digitales Shopfloor-Board?
Aktuelle Zahlen zum Schichtbeginn, ohne dass jemand sie abtippt. Maßnahmen mit Verantwortlichem, Termin und Status an einer Stelle statt in mehreren Excel-Ständen. Und Boards, die sich über Standorte hinweg gleich aufbauen und zentral pflegen lassen. Bei einem Kunden mit zwanzig Papierboards entfielen so 12,4 Stunden Pflege am Tag.
Welche Rolle spielt KI im Shopfloor Management?
Eine wachsende. KI braucht saubere Daten über längere Zeit, und genau die sammelt ein digitales Board jeden Tag. Damit wird möglich, was am Whiteboard nicht geht: Protokolle der Runde, die aus Board und Gespräch entstehen, Arbeitsanweisungen, die aus den Maßnahmen aktuell gehalten werden, und die Verknüpfung der Kennzahlen mit der Simulation von Linien und Aufträgen. Deshalb lohnt sich der digitale Start auch dann, wenn KI im Werk noch kein Thema ist.
Was unterscheidet Shopfloor Management von einem Produktionsmeeting?
Der Ort, der Takt und die Konsequenz. Es findet im Prozess statt, täglich zur selben Zeit, und jede Abweichung erzeugt eine Maßnahme mit Verantwortlichem und Termin.
Funktioniert Shopfloor Management auch in der Verwaltung?
Ja. In administrativen Bereichen heißt es oft Teamboard oder Daily. Die Logik bleibt gleich, die Kennzahlen sind Durchlaufzeiten, Rückstände und Qualität der Vorgänge.
Der nächste Schritt
Shopfloor Management steht und fällt mit der täglichen Routine
Wir begleiten die ersten Runden mit und übergeben, sobald Ihre Führungskräfte es selbst tragen.



Kontakt aufnehmen
Shopfloor Management beginnt mit einem Gespräch
Ein Anruf reicht, um herauszufinden, ob wir zueinander passen. Sie schildern uns, woran es gerade hakt, wir sagen Ihnen offen, ob wir dafür die Richtigen sind. Wenn ja, schlagen wir einen ersten Schritt vor. Wenn nein, sagen wir Ihnen auch das.
- Telefon+49 (0) 89 230323-25
- E-Mailinfo@leonardo-group.com
- Ihr AnsprechpartnerOliver Ballhausen, Geschäftsführender Gesellschafter
- AdressenLeopoldstr. 8 bis 10, 80802 München
Rudolf-Diesel-Ring 4a, 82266 Inning am Ammersee
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