Simulation: Line Design & Auftragssteuerung
Worum es geht
Eine Linie am Rechner durchrechnen, bevor die erste Schraube gelöst wird
Ein Linienumbau bindet Geld und Zeit, und er lässt sich schlecht zurücknehmen. Simulation setzt davor an. Die geplante Linie wird als Modell aufgebaut, mit Taktzeiten, Puffern, Varianten und Störungen, und anschließend über typische Produktionswochen gerechnet.
Sichtbar wird dabei, was Erfahrung allein schwer beantwortet. Wo entsteht der Engpass, wenn der Variantenmix sich verschiebt? Wie groß muss ein Puffer wirklich sein? Was passiert bei einer Störung an Station vier, und pflanzt sie sich fort? Dieselbe Logik gilt für die Auftragssteuerung, wo Reihenfolgeregeln über Durchlaufzeit und Termintreue entscheiden.
Wir setzen Simulation dort ein, wo die Entscheidung groß genug ist, um den Aufwand zu rechtfertigen: bei Neuplanungen, bei größeren Umbauten und bei der Frage, wie eine bestehende Linie auf neue Produkte reagiert.
Woher das Werkzeug kommt
Unsere eigene Auslegungslogik, aus Excel in ein Werkzeug
Leonardo legt Mixed-Model-Linien seit Jahren mit einer eigenen Rechenlogik aus. Bisher lief sie in Excel. Dieselbe Logik steht jetzt als Webanwendung zur Verfügung. Eingang sind die Produkt-Prozess-Matrix und die Anordnung der Stationen. Daraus berechnet das Werkzeug, wie die Linie ausgelegt sein muss: wie viele Stationen ein bestimmter Variantenmix verlangt, wie viele Mitarbeiter und wie viel Puffer.
Danach folgt der Teil, den eine Tabelle nie leisten konnte. Die ausgelegte Linie wird im laufenden Betrieb durchgerechnet, wahlweise über Monte-Carlo-Läufe oder eine diskrete Ereignissimulation. Sichtbar wird die Dynamik: wie die Linie reagiert, wenn Störungen auftreten, wenn der Mix kippt, wenn die Reihenfolge wechselt.
Eine Auslegung, die in Excel Stunden gebunden hat, steht damit in Minuten. Dazu kommt die Aussage, ob sie im realen Betrieb standhält. Auf derselben Grundlage lassen sich Szenarien gegeneinander rechnen, bevor eine Entscheidung fällt.
Ihre Situation
Wer uns zur Simulation ruft, steht meist an einer von drei Stellen
01
Eine Linie wird neu geplant
Das Layout steht auf dem Papier, die Investition ist beziffert. Offen bleibt, ob die Linie den geplanten Ausstoß auch unter realen Schwankungen schafft.
02
Ein Umbau steht an
Die bestehende Linie soll neue Produkte aufnehmen. Wo der Engpass danach liegt, lässt sich aus Erfahrung schwer sagen, weil sich mit dem Variantenmix auch die Belastung verschiebt.
03
Die Auftragssteuerung liefert unruhige Termine
Reihenfolgeregeln, Losgrößen und Priorisierung wirken zusammen. Welchen Anteil jede Regel an der Durchlaufzeit hat, zeigt erst das Rechnen über viele Wochen.
Was sich ändert
Die Entscheidung fällt mit Zahlen statt mit Annahmen
01
Der Engpass ist bekannt, bevor er gebaut ist
Das Modell zeigt, welche Station unter welchem Mix zuerst begrenzt. Eine Änderung am Layout kostet an dieser Stelle noch nichts.
02
Puffer werden begründet
Hinter der Puffergröße steht eine Rechnung, die Störungen und Schwankungen einschließt, und keine Sicherheitsannahme.
03
Varianten stehen nebeneinander
Zwei oder drei Auslegungen werden unter denselben Bedingungen gerechnet. Die Diskussion im Projektteam wird dadurch kürzer.
04
Das Modell bleibt nutzbar
Auf Wunsch bleibt das Modell im Haus und beantwortet die nächste Planungsfrage, ohne dass wir neu aufbauen.
Unser Vorgehen
Vom Datensatz zum belastbaren Ergebnis
01
Fragestellung schärfen
Wir klären, welche Entscheidung das Modell stützen soll. Danach richtet sich der Detailgrad.
02
Daten aufnehmen
Taktzeiten, Variantenmix, Stückzahlen, Störungen und Rüstvorgänge. Was in Ihren Systemen fehlt, nehmen wir vor Ort auf.
03
Modell aufbauen und abgleichen
Das Modell wird gegen einen bekannten Zeitraum geprüft. Erst wenn es die Vergangenheit trifft, rechnen wir die Zukunft.
04
Szenarien rechnen
Sie bekommen die Auslegungen im Vergleich, mit Durchsatz, Durchlaufzeit und Auslastung je Station.
Die Simulation setzt auf der Wertstromarbeit auf: die Aufnahme beschreibt den Zustand, das Modell rechnet die Varianten durch. Mehr zur Wertstromarbeit · Montage und Fertigung · Digitalisierung und KI
Wann sich der Aufwand nicht lohnt
Für eine kleine Anpassung an einer Station ist ein Modell zu schwer. Dort reichen die Wertstromaufnahme und eine Rechnung auf Papier. Wenn die Entscheidung bereits gefallen ist und nur noch belegt werden soll, sind Sie bei uns ebenfalls falsch. Der Aufwand lohnt sich, wenn die Investition groß ist, der Variantenmix sich verschiebt oder die Linie über Jahre den Engpass bildet.
Häufige Fragen
Was uns zu Simulation und Line Design gefragt wird
Welche Daten brauchen Sie für eine Simulation?
Taktzeiten oder Bearbeitungszeiten je Station, den Variantenmix, Stückzahlen und Angaben zu Störungen und Rüstvorgängen. Was fehlt, nehmen wir vor Ort auf.
Lohnt sich das bei einer einzelnen Linie?
Wenn der Umbau eine nennenswerte Investition bedeutet oder die Linie über Jahre den Engpass bildet, ja. Für kleine Anpassungen reicht meist eine Wertstromaufnahme.
Wie unterscheidet sich das von einer Wertstromanalyse?
Die Wertstromanalyse beschreibt den heutigen Zustand und einen angestrebten. Die Simulation rechnet Varianten dieses Zielzustands durch und zeigt, wie er sich unter Schwankung verhält.
Bekommen wir das Modell danach?
Das klären wir im Projekt. Ein Modell, das bei Ihnen bleibt und gepflegt wird, ist bei wiederkehrenden Planungsfragen sinnvoll.



Der nächste Schritt
Sprechen wir über Ihren Fall
Ein Gespräch von einer Stunde reicht, um einzuordnen, ob und wie wir weiterhelfen.
Kontakt aufnehmen
Ein Gespräch zeigt, ob wir passen
Ein Anruf reicht, um herauszufinden, ob wir zueinander passen. Sie schildern uns, woran es gerade hakt, wir sagen Ihnen offen, ob wir dafür die Richtigen sind. Wenn ja, schlagen wir einen ersten Schritt vor. Wenn nein, sagen wir Ihnen auch das.
- Telefon+49 (0) 89 230323-25
- E-Mailinfo@leonardo-group.com
- Ihr AnsprechpartnerOliver Ballhausen, Geschäftsführender Gesellschafter
- AdressenLeopoldstr. 8 bis 10, 80802 München
Rudolf-Diesel-Ring 4a, 82266 Inning am Ammersee
Route nach München planen
Anfrage zur Simulation
Zwei Sätze zur Ausgangslage genügen. Sie bekommen innerhalb eines Arbeitstages eine persönliche Antwort.