FIFO: First In-First Out
OPEX-Lexikon
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FIFO (First In, First Out) heißt: Was zuerst eingelagert wird, verlässt das Lager auch zuerst. Das Prinzip gilt für Material im Lager, für Aufträge in einer Warteschlange und als Bewertungsverfahren für Vorräte in der Buchhaltung.
FIFO bezeichnet jegliche Verfahren der Speicherung, bei denen diejenigen Materialien/
Im Bereich der Warenwirtschaft ist FIFO das übliche Verfahren, da die – von der Warte des Periodenendes gesehen – ältesten (zuerst gelagerten) Bestände auch nach Möglichkeit zuerst verbraucht werden sollten. Ausnahmen bestehen beispielsweise bei der Lagerung von Schüttgütern in Halden, die nur wieder von oben abgetragen werden können, also nach dem LIFO-Verfahren betrachtet werden. Der Unterschied zwischen beiden Verfahren ist insbesondere für die Bestandsbewertung relevant; bis auf wenige Ausnahmen (u. a. die oben genannte) ist in Deutschland die Bewertung nach dem FIFO-Prinzip für die bilanzielle Bewertung der Bestände anzuwenden.
In der Informatik bezeichnet First In – First Out eine spezielle Art Daten abzulegen und wieder abzurufen. Die Warteschlange (engl. Queue) in der Informatik beruht auf dem FIFO-Prinzip. Elemente werden in genau der Reihenfolge abgerufen, in der sie zuvor abgelegt wurden. Im Bereich von Betriebssystemen werden Datenverbindungen, die nach dem FIFO-Prinzip organisiert sind, Pipes genannt.
FiFo-Prinzipien können durch visuelles Management unterstützt werden, z.B. im Rahmen von Kanban-Steuerung.
Mehr dazu unter Lean Management und auf der Themenseite Montage und Fertigung.
In schlanken Abläufen verbindet eine FIFO-Bahn zwei Prozesse, die sich nicht direkt koppeln lassen. Die Bahn hat eine feste Zahl von Plätzen. Ist sie voll, stoppt der vorgelagerte Prozess. So bleibt der Bestand zwischen den Stationen begrenzt, und die Reihenfolge der Aufträge ändert sich unterwegs nicht. Im Wertstromdesign hat die FIFO-Bahn ein eigenes Symbol und gehört neben dem Supermarkt zu den Grundbausteinen des Pull-Prinzips.
Im Lager sorgen Durchlaufregale, beschriftete Stellplätze und das Zwei-Behälter-Prinzip dafür, dass ältere Ware zuerst entnommen wird. Das senkt das Risiko von Überalterung und Verfall.
Als Verbrauchsfolgeverfahren unterstellt FIFO, dass die zuerst angeschafften Vorräte zuerst verbraucht werden. Der Endbestand wird damit zu den jüngsten Anschaffungspreisen bewertet.
Bei FIFO verlässt das älteste Material das Lager zuerst, bei LIFO (Last In, First Out) das zuletzt eingelagerte. In der Bewertung führt FIFO bei steigenden Preisen zu einem höheren Bestandswert als LIFO.
Eine Pufferstrecke mit fester Zahl von Plätzen zwischen zwei Prozessen. Was zuerst hineinkommt, wird zuerst weiterbearbeitet. Ist die Bahn voll, hält der vorgelagerte Prozess an.
Handelsrechtlich ja, § 256 HGB erlaubt FIFO und LIFO. Für die Steuerbilanz lässt § 6 EStG als Verbrauchsfolge nur LIFO zu, daneben die Durchschnittsbewertung. Nach IFRS ist FIFO erlaubt, LIFO dagegen nicht.
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