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Quality-Function-Deployment

QFD, Qualitätsfunktionendarstellung

Ist eine Methode der Qualitätssicherung. Ziel des Verfahrens ist die Konzeption, die Erstellung und der Verkauf von Produkten und Dienstleistungen, die der Kunde wirklich wünscht. QFD bezieht dabei alle Unternehmensbereiche in die Qualitätsverantwortung mit ein.

Die Methode des QFD als Grundkonzept zur Qualitätsplanung geht zurück auf den Japaner Yoji
Akao im Jahre 1966. Die erste praktische Anwendung ist 1972 auf der Kobe-Schiffswerft der
Mitsubishi Heavy Industries datiert. Die Toyota Motor Company Ltd. übernahm kurz darauf diese Methode und entwickelte sie nach eigenen Ansprüchen weiter. Im Jahr 1983 wurden die Ausführungen von Yoji Akao in den USA erstmals veröffentlicht. Als erste amerikanische Unternehmen führten Rank Xerox und Ford die Methodik ein. Weitere Unternehmen folgten.

Namensgebung
Der Name des Quality Function Deployment entstammt dem Japanischen. Ausgehend vom Original
Hin Shitsu (品質) (Qualität, Güte, Beschaffenheit, Merkmale, Attribute, Features), Ki Nō (機能) (Funktion), Kai Ten (開展) (Darstellung, Aufstellung, Entwicklung) ist eine Übersetzung als „Merkmal-Funktions-Darstellung“ treffend.

In diesem Artikel wird der englische Begriff verwendet, da QFD mittlerweile zu einem
eigenständigen Begriff geworden ist.

Vorgehensweise
Nach einer erfolgreichen Strukturierung und Gewichtung von Eingangsdaten in die Matrizen des
Quality Function Deployment durch Baumdiagramme oder andere Managementwerkzeuge werden
existente Verknüpfungen von Zeilen und Spalten dargestellt. Die Wertung der Verknüpfungen ist
üblicherweise in „gar nicht“, „schwach“, „mittel“ und „stark“ eingestuft.

Die angesprochenen Daten werden durch eine QFD-typische WAS-WIE-Fragestellung folgendermaßen angeordnet:

Für Forderungen auf der Zeilenebene gelten die Fragen: „WAS braucht der Kunde?, WAS will er haben?, WAS wird benötigt?, WAS ist für alle sinnvoll?, WAS soll erreicht werden?,…“ Die
Fragestellungen der Qualitätsmerkmale auf Spaltenebene sind: „WIE bekommt man es?, WIE stellt
man es her?, WIE setzt man es ein?, WIE soll das erreicht werden?,…“

Die QFD-Matrizen lassen sich mit diesen Fragestellungen überall dort einsetzen, wo sich Schnittoder
Übergabestellen befinden. Die weiterführenden Tabellen sind aufbereitete Informationen
– Gewichtungen von Listeneigenschaften oder Vergleiche -, die je nach Bedarf neu entwickelt oder
von bestehenden Matrizen übernommen werden. Eine häufig genutzte Funktion ist die Korrelation
mit sich selbst, durch die Widersprüche sehr gut erkannt werden können.

Durch die Darstellung der Informationen in gewichteten Listenfeldern und durch Korrelation der
Felder besitzt QFD verschiedene vorteilhafte Anwendungsmöglichkeiten:

– Aufbereitung und klare Darstellung von Daten in den Feldern;
– Aufzeigen von Abhängigkeiten und Einflüssen durch die Korrelation;
– Darstellung von Zielkonflikten durch Angaben der Korrelation und der weiterführenden Tabellen.

Die angewandte Gewichtung und Korrelation kann von relativ einfacher Mathematik bis hin zu komplizierten Algorithmen gehen. Meist werden die Zeilenebenen mit den Korrelationen (gar nicht = 0; schwach = 1; mittel = 3; stark = 9) multipliziert und die Werte pro Spalte addiert. Eine Normierung auf maximal mögliche Werte zeigt die relativen Werte auf.

Mögliche Probleme und Schwierigkeiten bei der Verwendung von QFD

  • Projekt war das erste QFD-Projekt (QFD muss erlernt werden)
  • Fehlende Kompetenz von Projekt- und Teamleiter
  • Um konkurrierende Abteilungsinteressen koordinieren zu können bedarf es eines Machtpromoters
  • Abbruch, da der Aufwand unterschätzt wurde
  • Qualitätstabelle wird zu groß durch Versäumen der rechtzeitigen Reduktion der Umfänge
  • Mangelnde Kunden- und Anwenderinformationen
  • QFD soll nicht zur Entwicklung völlig neuer Produkte verwendet werden

Mögliche Vorteile bei der Verwendung von QFD

  • Ergebnisse hoher Qualität
  • Schwierige Anforderungen, Zielkonflikte werden frühzeitig identifiziert
    dadurch: besserer Ressourceneinsatz
    dadurch: Beschleunigung der Entwicklungszeit
    dadurch: Kostenreduktionen möglich
  • Optimale Abdeckung der Kundenanforderungen (kundenorientiert)
  • Der Entwurf ist von hoher Qualität, daher können später Änderungen vermieden werden
    (ansonsten Kostenexplosion vgl. „Rule of Ten“)
  • Integration aller beteiligten Bereiche, Verbesserung der Zusammenarbeit
  • Zusammenhänge werden dokumentiert
  • Entscheidungen werden nachvollziehbar

 

Quelle: Wikipedia