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Rüstzeit

Nach REFA ist „t“ die Zeit, die bei der Vorbereitung eines Auftrages oder einer Serie einmal anfällt; d.h. die Vorbereitung des Arbeitssystems, sowie das Rückversetzen des Arbeitssystems in den ursprünglichen Zustand. Die Rüstzeit besteht aus Rüstgrundzeit, Rüsterholungszeit und Rüstverteilzeit. REFA hat als wesentliches Ziel, die Ermittlung von Planzeiten; es steht also eine synthetische Betrachtungsweise im Vordergrund. Um diese Definition auf ihre Anwendbarkeit zur Analyse von Rüstabläufen zu erweitern, untergliederte das IFA (Universität Hannover) die Rüstzeit in
– Vorbereitung,
– Maschinen rüsten,
– Probelauf,
– Nachbereitung und
– in die entsprechenden Rüstelemente.

Mittels dieser Erweiterung lässt sich in Anlehnung an REFA folgende Definition des Rüstens ableiten:

„Rüsten ist das Vorbereiten des Arbeitssystems für die Erfüllung der Arbeitsaufgabe sowie -soweit erforderlich – das Rückversetzen des Arbeitssystems in den ursprünglichen Zustand.“

Das Rüsten setzt sich aus externen hauptzeit-parallel durchführbaren und internen maschinenstillstandsbedingenden Zeitanteilen zusammen. Der Anteil der externen und internen Rüsttätigkeiten an der Gesamtrüstzeit wird von dem Automatisierungsgrad des Arbeitssystems und der vorliegenden Ablauforganisation beeinflusst. Das Rüsten kommt im allgemeinen einmal je Arbeitsgang vor.

 

Quelle: REFA: Methodenlehre der Planung und Steuerung. Bd. 3, Carl Hanser Verlag

 

Wie alle Zeitarten gliedert REFA die Rüstzeit in Grund-, Erholungs- und Verteilzeit.

Ermittlung von Rüstzeiten
Die Ermittlung von Rüstzeiten ist eine der schwierigsten Aufgaben des Arbeitsstudiums. Zum einen handelt es sich um selten ausgeführte Tätigkeiten bezogen auf die Anzahl der Wiederholungen im Produktionsprozess. Dadurch ist der Übungseffekt recht niedrig. Andererseits erschweren die Zweiteilung des Vorgangs zwischen Auf- und Abrüsten sowie die Probleme bei der Trennung zwischen Abrüsten des vorhergehenden und dem Aufrüsten des nachfolgenden Arbeitsgangs die Datenermittlung.

Meist werden Rüstzeitaufnahmen durch vorbereitende Beobachtungen der Aktivitäten und Gespräche mit dem rüstenden Personal vorbereitet. Eine Festlegung der Abläufe vor der Zeitaufnahme ist meist nicht möglich, da die Häufigkeit von Störungen und die Abfolge der Tätigkeiten zu erratisch ist. Das Fehlen von Wiederholungen in den Abläufen reduziert zudem noch die Aussagewahrscheinlichkeit und die Vergleichbarkeit von Ablaufabschnitten. Bei entsprechender Wichtigkeit wird meist eine Rüstmatrix aufgestellt. In einer Rüstmatrix werden die bekannten Konfigurationen der Maschine in Titelspalte und -zeile aufgeführt. Im Schnittpunkt sammelt man Rüstvorgänge von einer bekannten Konfiguration zu einer anderen bekannten Konfiguration auf. So können mehrere gleichartige Rüstvorgänge mehrfach erfasst werden. Da die Datenermittlung dadurch auf verhältnismäßig lange Zeiträume verteilt wird, kann das Gleichbleiben der Systemelemente nicht als sicher angenommen werden. Das Verfahren ist personalintensiv, so dass häufig Selbstaufschreibungen des Rüstpersonals die Beobachtung durch Arbeitsstudienleute ersetzen.

 

Quelle: Wikipedia