EBIT
OPEX-Lexikon
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EBIT steht für Earnings Before Interest and Taxes, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Die Kennzahl zeigt, was das operative Geschäft verdient, unabhängig von Finanzierung und Steuerlast.
EBIT ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl und sagt etwas über den betrieblichen Gewinn eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum aus. EBIT ist die Abkürzung für englisch: earnings before interest and taxes. Das heißt wörtlich übersetzt „Gewinn vor Zinsen und Steuern“. Tatsächlich gemeint ist aber der Gewinn vor Finanzergebnis, außerordentlichem Ergebnis und Steuern. Es werden also außerordentliche (einmalige) Kosten und Aufwendungen ebenso ignoriert wie Zinsen, sonstige Finanzierungsaufwendungen oder -erträge und Steuern, weil alle diese Positionen nicht durch die eigentliche betriebliche Tätigkeit entstanden sind. Man spricht hier auch von einer Bereinigung des Gewinns oder dem Herausrechnen bestimmter Positionen: Anhand des EBIT können Finanzanalysten und Controller zum Beispiel den betrieblichen Gewinn verschiedener Geschäftsjahre, Quartale oder Unternehmensbereiche direkt vergleichen, ohne dass die Resultate durch schwankende Steuersätze, Zinsaufwendungen oder sonstige außerordentliche Faktoren verzerrt werden. Eine weiter Anwendung ist die Schätzung des Unternehmenswertes mit Hilfe der Multiplikatorenmethode. Die Kennzahlen EBITA und EBITDA rechnen zusätzlich auch die Abschreibungen oder Teile davon aus dem Gewinn heraus. Die EBIT-Marge (englisch: EBIT margin) ist das Verhältnis von EBIT zu Umsatz. Ähnlich wie die Umsatzrendite sagt die EBIT-Marge etwas über die Rentabilität eines Unternehmens aus, ist aber wie das EBIT unabhängig von Finanzergebnis, außerordentlichen Positionen und Steuern. Die EBITMarge dient häufig als Grundlage für Rentabilitätsziele, zum Beispiel: Erreichen einer EBIT-Marge von mindestens 9% innerhalb der kommenden zwei Geschäftsjahre. Unternehmen mit starken Alleinstellungsmerkmalen erreichen meist eine hohe EBIT-Marge und Umsatzrendite.
Mehr dazu unter Operational Excellence.
Ausgehend vom Jahresüberschuss werden die Steuern vom Einkommen und Ertrag und das Zinsergebnis wieder hinzugerechnet:
EBIT = Jahresüberschuss + Ertragsteuern + Zinsaufwand − Zinserträge
Beispiel: Ein Unternehmen weist einen Jahresüberschuss von 2,0 Mio. Euro aus. Die Ertragsteuern betragen 0,8 Mio. Euro, der Zinsaufwand 0,5 Mio. Euro, die Zinserträge 0,1 Mio. Euro. Das EBIT liegt damit bei 3,2 Mio. Euro.
Die EBIT-Marge setzt das EBIT ins Verhältnis zum Umsatz: EBIT geteilt durch Umsatz mal 100. Bei 40 Mio. Euro Umsatz ergibt das Beispiel eine EBIT-Marge von 8 Prozent. Wie operative Verbesserungen in der Fertigung die Marge heben, zeigt der Standpunkt OEE lean und digital steigern.
EBITDA rechnet zusätzlich die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte heraus. Es liegt deshalb immer mindestens so hoch wie das EBIT.
Das hängt stark von der Branche ab. Aussagekräftig ist der Vergleich mit Unternehmen derselben Branche und die Entwicklung über mehrere Jahre.
Ja. Ein negatives EBIT bedeutet, dass das operative Geschäft schon vor Zinsen und Steuern Verlust macht.
Zum Nachlesen: EBIT bei Wikipedia.
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