Werkbankfertigung

OPEX-Lexikon

Bei der Werkbankfertigung entsteht ein Produkt vollständig an einem einzigen Arbeitsplatz. Eine Person führt alle Arbeitsschritte aus, das Werkstück wandert nicht von Station zu Station.

Wo sie sinnvoll ist

  • Einzelfertigung und Prototypenbau
  • Sonderanfertigungen mit hoher Variantenvielfalt
  • Reparatur und Instandsetzung
  • Kleinserien, bei denen sich eine Linie nicht rechnet

Vorteile

Der Mitarbeiter kennt das gesamte Produkt und trägt die Verantwortung für das Ergebnis. Es gibt keine Übergabeverluste zwischen Stationen, keine Zwischenbestände und keine Taktbindung. Rüstwechsel sind einfach, weil nur ein Arbeitsplatz betroffen ist.

Grenzen

Die Stückzeit ist hoch, weil jeder Arbeitsschritt einzeln ausgeführt wird. Die Qualifikation der Mitarbeitenden muss breit sein, Einarbeitung dauert lange. Bei steigender Stückzahl kippt der Vorteil, dann sind Reihen- oder Fließfertigung wirtschaftlicher.

Abgrenzung

Von der Werkstattfertigung unterscheidet sich die Werkbankfertigung dadurch, dass dort gleichartige Maschinen räumlich zusammengefasst werden und das Werkstück zwischen den Werkstätten wandert. Bei der Werkbankfertigung bleibt es am Platz.

Mehr dazu auf der Themenseite Montage und Fertigung.

Zum Nachlesen: Ablaufprinzip bei Wikipedia.

Weiterführend

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