Bestandsreduzierung

Kapital freisetzen, ohne die Lieferfähigkeit zu gefährden

Montage und Fertigung

Bestandsreduzierung, die wirkt und hält

Ganz ohne Bestände kommt kaum ein Unternehmen aus. Trotzdem lohnt der genaue Blick: Bestände binden Kapital, das in Maschinen und Anlagen produktiver arbeiten könnte. Sie verursachen Folgekosten für Handling, Lager, Abschreibung und Verschrottung. Und sie blockieren Flächen, die für die Entwicklung des Werks fehlen.

Vor allem aber verdecken Bestände Probleme. Lange Rüstzeiten, Schwächen in Planung und Steuerung, Qualitätsmängel, ungenaue Stammdaten, starre Arbeitszeitmodelle: All das kann jahrelang überleben, weil Puffer es abfedern. Eine wirksame Bestandsreduzierung legt diese Ursachen offen und stellt sie ab.

Woran Sie es merken

Woran Sie zu hohe Bestände erkennen

01

Volles Lager, trotzdem fehlt etwas

Das bekannte Lagerphänomen: Die Bestände sind hoch, die Regale voll, aber was gerade gebraucht wird, ist nicht da.

02

Niedrige Umschläge

Material liegt lange, Reichweiten wachsen. Abschreibungen und Verschrottung steigen, ohne dass jemand gegensteuert.

03

Ware in Arbeit überall

Halbfertige Aufträge stapeln sich zwischen den Stationen. Die Durchlaufzeit wächst im selben Maß wie der Bestand.

04

Kein Platz für Wachstum

Neue Linien oder Produkte scheitern an der Fläche, weil Lager und Pufferflächen sie belegen.

Hintergrund

Ursachen statt Rasenmäher

Bestände pauschal zu kürzen funktioniert nur begrenzt und findet selten Akzeptanz bei den Mitarbeitenden. Wir identifizieren mit über Jahrzehnte gewachsenem Wissen zuverlässig alle Überbestände. In Workshops mit Ihrem Team klären wir Ursachen und Hintergründe und entwickeln die Maßnahmen, die Ihr Bestandsniveau auf einen optimalen Pegel bringen. Ziel ist die richtige Balance zwischen Lieferservicegrad und gebundenem Kapital.

Bestandsreduzierung: volle Regalgassen in einem Lager

Bestandsreduzierung kann mehr als Liquidität

Die direkte Zielgröße ist freie Liquidität. Darüber hinaus schafft Bestandsreduzierung Fläche und Platz für Wachstum. Weniger Ware in Arbeit verkürzt die Durchlaufzeit in der Produktion und damit die Lieferzeit. Und weil die Prozessprobleme hinter den Überbeständen verschwinden, steigen auch Produktivität und Qualität, während Abschreibungen und Prozesskosten sinken.

Wissen schafft Akzeptanz

Bewährt hat sich eine Schulung zur Bestandsreduzierung vor oder parallel zum Projekt. Wer Ansatzpunkte und Vorgehen kennt, trägt die Maßnahmen mit, und die Umsetzung gelingt schneller.

Vorgehen

Bestandsreduzierung in drei Schritten

01

Bestandsanalyse

Eine kurze Analyse schafft Transparenz über Bestände in Euro und Reichweiten, zeigt fragliche Überbestände und mögliche Einflussgrößen. Sie ist die Zahlenbasis für die Workshops.

02

Ursachen und Treiber

Mit Einkauf, Planung, Vertrieb und Produktion klären wir die Treiber der Überbestände, priorisieren Maßnahmen nach Aufwand und Wirkung und legen sie als Entscheidungsvorlage vor.

03

Umsetzung und Monitoring

Wir setzen die Maßnahmen mit einer klaren Projektorganisation um und bauen Kennzahlen, Abläufe und Verantwortung für ein dauerhaftes Bestandsmonitoring auf.

Ergebnisse

Was Bestandsreduzierung bringt

Projekte zur Bestandsreduzierung gehören zu den rentabelsten überhaupt: Sie erzeugen erheblichen Cashflow und amortisieren sich schnell. In unseren Projekten sanken die Bestände im Schnitt um 38 Prozent, in Einzelfällen um mehr als 65 Prozent. Gleichzeitig verbesserten sich Produktivität, Qualität, Abschreibungen und Prozesskosten, weil die Probleme hinter den Überbeständen beseitigt wurden.

Passend dazu: der Standpunkt Cash is King, die Broschüre Bestandsreduktion (PDF), Supply Chain Management und Produktionslogistik.

−38 %Bestand im Durchschnitt unserer Projekte

über −65 %Bestand in Einzelfällen

3 → 10Bestandsumschlag nach Planungsoptimierung

Aus unseren Projekten

Vier Beispiele aus der Bestandsreduzierung

01

Bestandstreiber in der Planung

Falsche Planungslogik, Stammdatenfehler, zu hohe Sicherheitsbestände und Puffer beseitigt. Umschlag von 3 auf 10, Verschrottung von 2 auf unter 0,3 Prozent der Herstellkosten.

02

Bedarfsvorschau in der Lieferkette

Ein Maschinenbauer gibt Kundenabrufe automatisch an Kernlieferanten weiter. Bestände −40 %, Durchsatz +12 % bei gleicher Kapazität.

03

Ware in Arbeit in der Montage

Flexible U-Zellen mit Kanban-Supermarkt statt Vorratsfertigung: 60 Prozent weniger Bestand in der Montage, 75 Prozent kürzere Durchlaufzeit.

04

Material im Einkauf

Warengruppenstrategien und Lieferantenworkshops senkten die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen um 10 bis über 30 Prozent.

360-Grad-Check

Wo in Ihrer Fertigung die Zeit verloren geht, zeigt ein Tag vor Ort

Der 360-Grad-Check ist kostenfrei und unverbindlich. Danach wissen Sie, wo das größte Potenzial liegt, schriftlich und nachvollziehbar.

Häufige Fragen

Was uns zur Bestandsreduzierung gefragt wird

Nicht, wenn die Ursachen angegangen werden. Ziel ist die richtige Balance zwischen Lieferservicegrad und Kapitalbindung, oft verbessern sich beide.

Bestandsprojekte gehören zu den rentabelsten Projekten überhaupt, weil sie direkt Liquidität freisetzen und sich kurz amortisieren.

Einkauf, Planung und Steuerung, Vertrieb und Produktion. Die Treiber der Bestände liegen fast immer an mehreren Stellen.

Auch dort finden wir mit Bestandsanalysen oft Ansatzpunkte, Bestände zu senken und gleichzeitig den Servicegrad zu verbessern.

Mit Kennzahlen, klaren Verantwortlichen und einem regelmäßigen Bestandsmonitoring, das wir im Projekt gemeinsam aufbauen.

Kontakt aufnehmen

Sprechen wir über Ihre Bestände

Ein Anruf reicht, um herauszufinden, ob wir zueinander passen. Sie schildern uns, woran es gerade hakt, wir sagen Ihnen offen, ob wir dafür die Richtigen sind. Wenn ja, schlagen wir einen ersten Schritt vor. Wenn nein, sagen wir Ihnen auch das.

Anfrage zur Bestandsreduzierung

Zwei Sätze zur Ausgangslage genügen. Sie bekommen innerhalb eines Arbeitstages eine persönliche Antwort.

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