Category Management

OPEX-Lexikon

Category Management steuert Warengruppen als eigene Geschäftseinheiten. Handel und Hersteller planen Sortiment, Preis, Platzierung und Nachschub gemeinsam für die ganze Kategorie, also für alle Artikel einer Warengruppe zusammen.

Auf Handelsseite stellt Category Management allgemein die funktionsübergreifende Betrachtung von Warengruppen als strategische Geschäftsfelder dar, für die in intensivierter Zusammenarbeit zwischen Handel und Hersteller individuelle Ziele, Strategien und Maßnahmen erarbeitet werden. Category Management versucht, die Wünsche der Kunden zu erfüllen, indem das richtige Produkt zum richtigen Preis in der richtigen Menge am richtigen Ort im richtigen Einzelhandelsregal bereitgestellt wird. Dazu werden zunächst alle Artikel getrennt zu behandelnden Warengruppen wie z.B. „Fertiggerichte“ zugeordnet. Sogenannte Category Manager treffen dann Entscheidungen für alle Artikel einer Warengruppe als strategische Geschäftseinheit anstelle der Konzentration auf einzelne Produkte. Statt nur auf Einkaufspreise zu achten, nutzen Einkäufer ihre Informationen über das Einkaufsverhalten der Kunden und setzen EDI-Technologien ein, um die größten Ersparnisse bei den Renner-Artikeln jeder einzelnen Kategorie zu erzielen.

Mehr dazu auf der Themenseite Administrative Bereiche.

Quelle: Helfrich, Christian: Praktisches Prozess-Management – Vom PPS-System zum Supply Chain Management. Hanser Verlag

Die acht Schritte

Im Handel hat sich ein Ablauf in acht Schritten durchgesetzt, der auf die Arbeit der ECR-Initiative zurückgeht:

  1. Kategorie definieren: Welche Artikel gehören aus Sicht der Kunden zusammen?
  2. Rolle festlegen: Profilierung, Pflicht, Saison oder Ergänzung
  3. Kategorie bewerten: Umsatz, Ertrag, Marktanteil und Entwicklung
  4. Ziele und Kennzahlen festlegen
  5. Strategie wählen, etwa Frequenz schaffen oder Ertrag sichern
  6. Maßnahmen ableiten: Sortiment, Preis, Platzierung, Aktionen
  7. Umsetzen
  8. Ergebnisse überprüfen und nachsteuern

Was das für Hersteller bedeutet

Für Hersteller verändert Category Management die Nachfrage. Sortimentsentscheidungen des Handels bestimmen, wie viele Varianten in welcher Menge gebraucht werden. Das wirkt direkt auf Rüstaufwand, Losgrößen und Bestände in der eigenen Produktion. Wer seine Varianten mit einer ABC-Analyse und einer XYZ-Analyse einordnet, kann auf solche Verschiebungen gezielt reagieren.

Häufige Fragen

Was macht ein Category Manager?

Ein Category Manager verantwortet eine Warengruppe als Ganzes: Sortiment, Preise, Platzierung, Aktionen und Ergebnis. Im Handel sitzt die Rolle meist im Einkauf, beim Hersteller im Vertrieb oder im Key Account Management.

Was ist ein Category Captain?

Ein Hersteller, den der Händler für eine Warengruppe als führenden Partner auswählt. Er liefert Daten und Empfehlungen für die ganze Kategorie, auch zu Artikeln der Wettbewerber. Die Entscheidung bleibt beim Händler.

Wie hängen Category Management und ECR zusammen?

Category Management bildet die Nachfrageseite von Efficient Consumer Response. Auf der Versorgungsseite stehen Verfahren wie Continuous Replenishment, die den Warennachschub steuern.

Zum Nachlesen: Warengruppenmanagement bei Wikipedia.

Weiterführend

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