Fertigungsplanung und Fertigungssteuerung

OPEX-Lexikon

Fertigungsplanung und Fertigungssteuerung bilden die kurzfristige Ebene der Produktionsplanung. Sie terminieren die Aufträge für die Werkstatt, gleichen Kapazitäten ab, geben frei und verfolgen den Fortschritt bis zur Fertigmeldung.

Die Fertigungsplanung und -steuerung befasst sich im Gegensatz zur allgemeineren Produktionsplanung und -steuerung mit einem Teilaspekt der Produktion, nämlich mit der Teilefertigung und Montage.

Die Phase der Fertigungssteuerung beginnt nach der Verfügbarkeitsprüfung aller benötigten Ressourcen (Personal, Material, Teile, Betriebsmittel, Werkzeuge, Zeichnungen) mit der Freigabe der bis dahin nur geplanten Aufträge. Die Arbeitsvorgänge der freigegebenen Fertigungsaufträge werden innerhalb eines Regelkreises terminiert und auf den zugeordneten Arbeitsplätzen eingelastet und nach Arbeitsfortschritt rückgemeldet (Betriebsdatenerfassung) und neu terminiert.

Die Fertigungsplanung umfasst alle einmalig zu treffenden Maßnahmen. Diese beziehen sich auf

  • Gestaltung der Erzeugnisse,
  • Fertigungsvorbereitung,
  • Planung und Bereitstellung von Betriebsmitteln.

Mehr dazu auf den Themenseiten Montage und Fertigung und Digitalisierung und Transparenz.

Quelle: Wikipedia

Abgrenzung zur Produktionsplanung

Die Produktionsplanung und -steuerung umfasst auch Programm- und Mengenplanung. Fertigungsplanung und -steuerung setzen danach an und kümmern sich um Teilefertigung und Montage im Detail. In der Arbeitsvorbereitung meint Fertigungsplanung außerdem das Erstellen von Arbeitsplänen und Vorgabezeiten.

Die wichtigsten Stellhebel

  • Aufträge nur freigeben, wenn Material, Werkzeuge und Unterlagen vollständig sind
  • Die Menge der freigegebenen Aufträge begrenzen, etwa mit ConWIP. Weniger Umlaufbestand bedeutet kürzere Durchlaufzeit.
  • Den Engpass zuerst planen und schützen, siehe Engpasssteuerung.
  • Rückmeldungen zeitnah erfassen, damit die Steuerung mit dem echten Stand arbeitet

Häufige Fragen

Was gehört zur Fertigungssteuerung?

Auftragsfreigabe, Reihenfolgeplanung an den Arbeitsplätzen, Überwachung von Mengen und Terminen sowie das Reagieren auf Störungen.

Wie unterscheidet sich Fertigungsplanung von Produktionsplanung?

Die Produktionsplanung legt fest, was in welcher Menge bis wann entsteht. Die Fertigungsplanung plant, wie und wann die einzelnen Arbeitsgänge in der Werkstatt ablaufen.

Was ist die belastungsorientierte Auftragsfreigabe?

Ein Verfahren, das Aufträge nur freigibt, solange der Bestand vor den Arbeitsplätzen unter einer festgelegten Grenze bleibt. Es wurde am Institut für Fabrikanlagen der Universität Hannover entwickelt.

Weiterführend

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