Produktionsplanung und -steuerung
OPEX-Lexikon
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Produktionsplanung und -steuerung (PPS) umfasst alle Aufgaben, die festlegen, was, wie viel, wann und wo produziert wird, und die dafür sorgen, dass es auch so geschieht.
Die Produktionsplanung und -steuerung bildet heute nach wie vor den Kern eines jeden Industrieunternehmens. Im Vordergrund steht die Optimierung des gesamten Produktionssystems. Produktionssysteme beschreiben die ganzheitliche Produktionsorganisation und beinhalten die Darstellung aller Konzepte, Methoden und Werkzeuge, die in ihrem Zusammenwirken die Effektivität und Effizienz des gesamten Produktionsablaufes ausmachen.
Die PPS teilt sich auf in die Produktionsplanung, die die Vorgänge mittel- bis kurzfristig vorplant, und die Produktionssteuerung, die anhand dieser Planung die Aufträge freigibt und steuert. Beide Bereiche greifen ineinander und sind insbesondere in kleinen bis mittelgroßen Betrieben meist auch in einem Verantwortungsbereich zusammengefasst.
Teile der PPS sind die Produktionsprogrammplanung, die Materialwirtschaft, die Termin- und Kapazitätsplanung, die Auftragsfreigabe und die Auftragsüberwachung. Eine Übersicht über die Aufgaben der PPS liefert das Aachener PPS-Modell. Hier findet eine Gliederung in Kern-, Netzwerk- und Querschnittsaufgaben statt. Während die Kernaufgaben wie z. B. die Produktionsprogramm- und Produktionsbedarfsplanung die Abwicklung eines Auftrags vorantreiben sollen, dienen die Querschnittsaufgaben (z. B. Controlling, Auftragsmanagement) der bereichsübergreifenden Integration und Optimierung der PPS. Vor dem Hintergrund der Organisationsstruktur von Produktionsnetzwerken mit verteilten, lokalen Unternehmenseinheiten ist eine strategische Gestaltungsebene als Grundlage der strategisch/ taktischen Planung notwendig. Diese Planungselemente werden unter den Netzwerkaufgaben zusammengefasst.
In der Regel werden die Prozesse der PPS durch PPS-Systeme unterstützt. Erste Ansätze integrierter Systeme wurden Anfang der 70er Jahre unter anderem von IBM mit COPICS entwickelt. Traditionelle PPS-Systeme basieren auf einem sukzessiven Planungskonzept. Die Aufgaben der Produktionsplanung und -steuerung werden in Teilprobleme zerlegt, die hintereinander gelöst werden. Jedoch sind die Übergänge zwischen den einzelnen Punkten oftmals fließend. Die massenhafte Verbreitung technisch komplexer Produkte und stetige Verkürzung der Produktlebenszyklen führen seit einigen Jahren zu einem ständig steigenden Entsorgungsbedarf, dieser führt zu steigender Relevanz der Demontageplanung und -steuerung (DPS). Die DPS ist weitestgehend analog zur PPS konzipiert.
Die Produktionsplanung lässt sich unterteilen in – Produktionsprogrammplanung, – Materialbedarfsplanung (MRP I; auch Bereitstellungsplanung als Teil innerbetrieblicher Logistik) – Produktionsprozessplanung (auch Ablauf- bzw. Produktionsdurchführungsplanung)
Die Produktionsprozessplanung umfasst die – Losgrößenplanung – Durchlauf- und Kapazitätsterminierung – Reihenfolgeplanung und Feinterminierung
Mehr dazu auf den Themenseiten Montage und Fertigung und Digitalisierung und Transparenz.
Quelle: Wikipedia, Artikel „Produktionsplanung und -steuerung“ (bearbeitet, Lizenz CC BY-SA 3.0, Autoren in der Versionsgeschichte)
Die Planung arbeitet von grob nach fein:
Die Steuerung setzt den Plan um:
Die kurzfristige Ebene in der Werkstatt beschreibt der Eintrag Fertigungsplanung und Fertigungssteuerung, die Software dazu der Eintrag PPS-System.
Klassische PPS plant nach dem Push-Prinzip: Aufträge werden nach Plan in die Fertigung gegeben. Schlanke Abläufe steuern nach dem Pull-Prinzip, etwa mit Kanban oder ConWIP. In der Praxis laufen beide oft nebeneinander: Der Plan gibt den Rahmen, der Verbrauch steuert den Nachschub.
PPS steht für Produktionsplanung und -steuerung. Gemeint sind alle Aufgaben von der Programmplanung bis zur Überwachung der Aufträge in der Fertigung.
Die Planung legt Mengen, Termine und Kapazitäten im Voraus fest. Die Steuerung setzt den Plan um, gibt Aufträge frei und reagiert auf Abweichungen.
An Liefertreue, Durchlaufzeit, Beständen und Auslastung. Steigen Bestände und sinkt gleichzeitig die Liefertreue, stimmt meist die Steuerung nicht.
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