Rüstzeitreduktion
OPEX-Lexikon
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Rüstzeitreduktion verkürzt die Zeit zwischen dem letzten guten Teil einer Serie und dem ersten guten Teil der nächsten Serie. Die bekannteste Methode dafür heißt SMED, Single Minute Exchange of Die.
Darunter versteht man eine Verkürzung der Ausfallzeit beim Umrüsten von Maschinen. Die Ausfallzeit beschreibt die Zeit zwischen dem letzten guten Teil einer Serie bis zum ersten guten Teil der nächsten Serie. Schnelles Rüsten ist eine Technik, die entscheidend die Wettbewerbsfähigkeit und die Anlageneffizienz beeinflusst. SMED-Ziele sind z.B. eine Rüstzeit an Maschinen und Anlagen von weniger als 10 Minuten oder in Montagebereichen das Ein-Griff-Umrüsten (= one touch).
Der schnelle Werkzeugwechsel ist eine Kernfunktion des Toyotismus. Durch konsequente Trennung von externen und internen Rüstzeiten und die kompromisslose Verfolgung des Zieles, die internen Rüstzeiten so weit wie irgend möglich zu minimieren, lassen sich nicht nur die Werkzeugwechsel bei Kleinteilen, sondern auch bei größeren Pressteilen in wenigen Minuten erreichen. Dies erst ermöglicht die Loslösung von der reinen Massenproduktion und den Übergang zu kleinen, ständig wechselnden Serien. Aber auch hier gilt, nicht schnelle Rüstzeiten allein bringen Sie an das Ziel höchster Flexibilität und geringster Bestände. Die Kombination von PULL und den Werkzeugen wie SMED bringen den Erfolg.
Ziel von SMED ist es, die Bestände zu senken, indem man die Maschine auf einen neuen Fertigungsprozess umrüstet, ohne den Fertigungsfluss zu stören. Das endgültige Ziel kann man als erreicht sehen, wenn eine Maschine oder eine Fertigungslinie innerhalb eines Fertigungstaktes umgerüstet werden kann, so dass selbst bei unterschiedlichsten Produkten ein One-Piece-Flow oder sogar besser noch eine Mixed-Model-One-Piece-Flow umgesetzt werden kann. In diesem Fall sind dann auch die Bestände in der Linie gleich Null. Die systematische Reduktion und Optimierung von Rüstzeiten ist ein strategisches und teilweise langwieriges Betätigungsfeld. Zwar sind Potenziale von 30 % bis 40 % weniger Maschinenstillstandszeit relativ schnell möglich, da die Ursachen meist im organisatorischen Umfeld zu finden sind, jedoch das Erreichen von Spitzenwerten, wie z. B. das Umrüsten im Kunden-Takt, ist meist erst nach einigen Jahren erreichbar.
Die Rüstzeit wird unterteilt in interne Rüstzeit (Zeitanteile des Rüstens, die nur bei stillstehender Maschine erledigt werden können) und externe Rüstzeit (Zeitanteile des Rüstens, die auch bei laufender Maschine erledigt werden können).
Optimierungsansätze im Rüsten können meist in drei Feldern gefunden werden. Dabei bilden die Felder Rüstprozess und Arbeitsorganisation den Hauptschwerpunkt. Darunter fallen die meisten organisatorischen Optimierungen, wie beispielsweise „wer macht was“, „wo befindet sich was“ und „wann wird welche Aktion durchgeführt“. Tangierend dazu ist das Feld der Werkstück- und Werkzeugoptimierung zu nennen. Hierbei werden Ansätze zur Werkstück- und Werkzeugkonstruktion diskutiert.
Vier-Stufen-Modell zur Rüstzeitreduktion Rüstzeiten können am besten direkt vor Ort an der Maschine/
Das Vier-Stufen-Modell (bzw. 5) ist unterteilt in: 1. Trennung von internen und externen Rüstvorgängen (Organisation) 2. Überführung von internen in externe Rüstvorgänge 3. Optimierung und Standardisierung von internen und externen Rüstvorgängen 4. Beseitigung von Justierungsvorgängen 5. (Parallelisierung von Rüstvorgängen)
Diese Schritte werden wiederholt durchlaufen, bis die Rüstzeit im einstelligen Minutenbereich liegt, wobei jeder folgende Schritt, im Verhältnis zum vorherigen, meist zu überproportionalen Investitionen führt. Wesentliches Element bei der Umsetzung ist es, Rüstvorgänge in interne und mögliche externe Schritte zu unterteilen und die externen Vorgänge zu durchlaufen, solange die Maschine noch produziert oder wieder produziert. Interne Schritte können nur bei Stillstand der Maschine durchgeführt werden (z. B. Werkzeugwechsel). Externe Schritte können durchgeführt werden, wenn die Maschine noch produziert (z. B. Bereitstellung der Werkzeuge und Vorprodukte).
Zur Optimierung werden verschiedene Techniken angewendet, z. B.:
Weiterentwicklungen des SMED–Verfahrens sind:
Quelle: Wikipedia
Siehe auch Rüsten, Rüstzeit, Rüstkosten, Ein-Griff-Umrüsten, Kleine Losgrößen und Durchlaufzeit. In der Umsetzung gehört das zur Themenseite Montage und Fertigung.
Für Single Minute Exchange of Die, also Werkzeugwechsel im einstelligen Minutenbereich. Ziel sind Rüstzeiten unter zehn Minuten, in Montagebereichen das Ein-Griff-Umrüsten.
Internes Rüsten geschieht bei stehender Maschine, externes bei laufender. Der erste und wirksamste Schritt jeder Rüstoptimierung besteht darin, interne Tätigkeiten in externe zu verlagern.
Weil kurze Rüstzeiten kleinere Lose erlauben. Kleinere Lose senken Bestand und Durchlaufzeit und erhöhen die Reaktionsfähigkeit gegenüber dem Kunden.
Ein Rüstvorgang wird aufgenommen, meist per Video, in Rüstelemente zerlegt und in intern und extern getrennt. Danach werden interne Elemente verlagert, vereinfacht und standardisiert und der neue Ablauf wird geübt.
Der nächste Schritt
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