Arbeitsvorbereitung
Von der Arbeitsvorbereitung zum internen Produktivitätsmanager
Administrative Bereiche
Die Arbeitsvorbereitung als Knotenpunkt im Unternehmen
Kaum eine Abteilung beeinflusst so viele Kennzahlen wie die Arbeitsvorbereitung. Sie plant und steuert, sie verbindet Kunden, Vertrieb, Einkauf, Lager und Produktion, oft über mehrere Standorte hinweg. Sie hält Entwicklung, Konstruktion und Fertigung zusammen, wenn neue Produkte anlaufen oder Änderungen kommen. Und sie pflegt die Stammdaten, mit denen Planung, Kalkulation und Controlling rechnen. Bestände, Lieferzeit, Termintreue und Herstellkosten hängen deshalb direkt an ihrer Leistung.
Wir entwickeln die Arbeitsvorbereitung gemeinsam mit Ihrem Team zum internen Produktivitätsmanager: weniger tägliches Krisenmanagement, mehr Zeit für Prozessaudits, Herstellkosten und Verbesserungen in der Fertigung.
Woran Sie es merken
Typische Anzeichen in der Arbeitsvorbereitung
01
Der Tag gehört den Rückfragen
Fehlende Teile, verschobene Termine, unklare Zeichnungen: Ein großer Teil der Arbeitszeit geht in Klärungen, die mit sauberen Abläufen gar nicht entstünden.
02
Stammdaten, denen keiner traut
Arbeitspläne, Vorgabezeiten und Stücklisten weichen von der Wirklichkeit ab. Planung, Kalkulation und jede neue Software rechnen dann mit falschen Zahlen.
03
Anläufe als Feuerwehreinsatz
Neue Produkte und Änderungen kommen spät und unvollständig in der AV an. Termine für den Serienanlauf wackeln, die Herstellkosten liegen über Plan.
04
Für Verbesserung bleibt keine Zeit
Produktivitätsanalysen, Prozessaudits und Kostenoptimierung stehen in jeder Stellenbeschreibung. Im Alltag kommen sie kaum vor.
Hintergrund
AV braucht Digitalisierung, Digitalisierung braucht die AV
Ohne Software geht in der Arbeitsvorbereitung nichts: ERP, Leitstand oder MES für die Planung, PDM und PLM für die Produktdaten. Jedes dieser Systeme ist aber nur so gut wie die Stammdaten, mit denen es arbeitet. Wer schlechte Prozesse digitalisiert, bekommt schlechte digitale Prozesse. Viele dieser Daten verantwortet die AV. Deshalb steht sie am Anfang jeder ernsthaften Digitalisierung in Planung und Fertigung.

Zwei Wege in die Optimierung
Prozesssicht. Für die meisten Unternehmen der beste Einstieg. Wir betrachten die Aufgaben der AV im Zusammenhang der großen Abläufe, also Auftragsabwicklung mit Planung und Steuerung sowie Produktentwicklung. Die meisten Probleme entstehen an den Übergaben zwischen Abteilungen. Wer nur die AV optimiert, verschiebt sie leicht an die nächste Stelle.
Abteilungssicht. Sie richtet den Blick auf Aufgaben, Kapazitäten und Qualifikation innerhalb der AV. Dafür nutzen wir die Aufgaben-Matrix-Planung, die sich in vielen Projekten bewährt hat. Beide Wege lassen sich gut kombinieren.
Vorgehen
Aufgaben-Matrix-Planung in vier Schritten
01
Aufgabenliste
In Workshops mit Ihrem Team erfassen wir alle heutigen Aufgaben und gliedern sie in Haupt- und Teilaufgaben. Das klingt einfach, braucht in der Praxis aber oft mehrere Runden.
02
Tätigkeitsstrukturanalyse
Auf Wunsch halten die Mitarbeitenden rund zwei Wochen lang selbst fest, wofür ihre Zeit tatsächlich draufgeht. Alternativ genügt eine schnelle Einschätzung je Aufgabe.
03
Aufgabenoptimierung
Je Hauptaufgabe erarbeiten wir Probleme, Chancen, nötige Qualifikation und Potenzial. Zuerst kommen Aufgaben mit viel Kapazität und großem Hebel, auch für Produktion und Neuprodukte.
04
Roadmap Arbeitsvorbereitung
Am Ende steht ein Plan mit Maßnahmen, Verantwortlichen und Terminen. Den Fortschritt verfolgen wir in einer Projektorganisation oder in den Regelterminen der Abteilung.
Ergebnisse
Freie Zeit für die Aufgaben, die sich rechnen
Weniger Rückfragen und verlässliche Stammdaten schaffen Kapazität. Diese Zeit fließt in Projektunterstützung, Produktivitäts- und Prozessaudits und in Verbesserungen in der Fertigung. So setzt die Arbeitsvorbereitung ihr Wissen über Produkte, Prozesse und Technologien gezielt für Optimierungen ein. Jede neue Aufgabe muss sich dabei rechnen, in der AV selbst oder in den Bereichen, die von ihr profitieren.
Passend dazu: Supply Chain, Planung und Steuerung, Geschäftsprozesse und Auftragsabwicklung, Produktentwicklung und die Schulung Lean Office.
−50 %Aufwand für Arbeitspläne und NC-Programme mit durchgängiger Datenkette
−75 %Durchlaufzeit im Büro mit PLM und Variantenkonfiguration
−30 %Durchlaufzeit nach Ablösung der Planung per Excel
Aus unseren Projekten
Drei Beispiele mit der Arbeitsvorbereitung im Mittelpunkt
01
Vom CAD bis zur Maschine
Ein durchgängiges System ersetzte manuelle Übergaben zwischen Konstruktion, AV und Fertigung. Der Aufwand für Arbeitspläne und NC-Programme sank um die Hälfte, weniger Fehler brachten rund 9 Prozentpunkte mehr OEE.
02
Variantenkonfiguration
Ein Maschinenbauer mit 1.900 Beschäftigten führte ein PLM-System und eine Variantenkonfiguration ein. Die Durchlaufzeit im Büro sank um 75 Prozent, der Kapazitätsbedarf je Konfigurationsauftrag um mehr als ein Drittel.
03
Planung ohne Excel-Listen
Ein ATP-System und eine Pull-Steuerung in der Fertigung lösten die Planung per Tabelle ab. Lieferzeiten waren für den Vertrieb jederzeit sichtbar, die Durchlaufzeit sank um 30 Prozent, die Termintreue stieg zweistellig.
360-Grad-Check
Wo in Ihrer Auftragsabwicklung die Zeit verloren geht, zeigt ein Tag vor Ort
Der 360-Grad-Check ist kostenfrei und unverbindlich. Danach wissen Sie, wo das größte Potenzial liegt, schriftlich und nachvollziehbar.
Häufige Fragen
Was uns zur Arbeitsvorbereitung gefragt wird
Womit fangen wir an?
Meist mit der Prozesssicht auf Auftragsabwicklung und Produktentwicklung. Liegt das Problem klar in der Abteilung selbst, starten wir mit der Aufgaben-Matrix-Planung.
Müssen alle ihre Zeiten aufschreiben?
Nein. Die Selbsterfassung über rund zwei Wochen ist ein Angebot. Oft reicht eine gemeinsame Einschätzung je Aufgabe auf einer einfachen Skala.
Brauchen wir zuerst eine neue Software?
Selten. Zuerst müssen Abläufe und Stammdaten stimmen. Danach zeigt sich, welche Software sich lohnt. Auswahl und Einführung begleiten wir herstellerneutral.
Wird die Arbeitsvorbereitung dadurch größer?
Nicht zwangsläufig. Ziel ist, vorhandene Kapazität aus dem Krisenmodus in Aufgaben mit hohem Nutzen zu verlagern, etwa Produktionsoptimierung und Herstellkosten.
Wer arbeitet im Projekt mit?
Das AV-Team und die Bereiche an den Schnittstellen: Vertrieb, Konstruktion, Einkauf und Produktion. Dort entstehen die meisten Reibungsverluste, dort liegen auch die Lösungen.
Kontakt aufnehmen
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Ein Anruf reicht, um herauszufinden, ob wir zueinander passen. Sie schildern uns, woran es gerade hakt, wir sagen Ihnen offen, ob wir dafür die Richtigen sind. Wenn ja, schlagen wir einen ersten Schritt vor. Wenn nein, sagen wir Ihnen auch das.
- Telefon+49 (0) 89 230323-25
- E-Mailinfo@leonardo-group.com
- Ihr AnsprechpartnerOliver Ballhausen, Geschäftsführender Gesellschafter
- AdressenLeopoldstr. 8 bis 10, 80802 München
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