Rüsten
OPEX-Lexikon
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Rüsten bezeichnet in der Technik die Tätigkeiten, das Betriebsmittel eines Arbeitssystems (Maschine, Fertigungsstelle, Einzelanlage oder Anlagenstraße und so weiter) für einen bestimmten Arbeitsvorgang einzurichten, sie beispielsweise mit den notwendigen Werkzeugen zu bestücken, sowie die Aktivitäten, das Betriebsmittel wieder in den ungerüsteten Zustand zurückzuversetzen. Während des Rüstens werden Maschinen nicht produktiv genutzt, da kein Produkt entsteht. Das bedeutet, dass die Investitionen (Maschinen) keinen Ertrag bringen. Daher betrachtet man diesen Faktor in der Kostenrechnung und -kalkulation. Ursprünglich betrachtete man Rüsten als einen relativ unveränderlichen Teil der Auftragszeit. Um die Kosten des Rüstens zu optimieren entwickelten Ingenieure schon früh Berechnungen zum Minimieren der Gesamtkosten. Im deutschsprachigen Raum wurde dieser Ansatz unter dem Namen Andler-Formel bekannt.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sahen vor allem japanische Unternehmen sich gezwungen zu Gunsten höherer Flexibilität mit ungünstig kleinen Losgrößen zu arbeiten. Insbesondere Toyota entwickelte unter der Federführung von Taiichi Ohno und Shigeo Shingo ein Produktionssystem, in dem unter anderem Rüstenzeiten systematisch reduziert wurden. Nach Aussagen von Ohno reduzierte Toyota die mittlere Rüstzeit zwischen 1945 und 1971 von drei Stunden auf drei Minuten. Zusammen mit anderen Maßnahmen wurde der japanische Denkansatz inzwischen zum vorherrschenden Produktionsparadigma.
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Siehe auch Rüstzeit, Rüstkosten, Rüstzeitreduktion (SMED), Rüstplan und Kleine Losgrößen. Wie daraus ein Projekt wird, steht auf der Themenseite Montage und Fertigung.
Rüsten umfasst alle Tätigkeiten, mit denen ein Betriebsmittel für einen bestimmten Arbeitsvorgang eingerichtet und danach wieder in den ungerüsteten Zustand versetzt wird, etwa das Bestücken mit Werkzeugen.
Während des Rüstens entsteht kein Produkt. Die Maschine bringt keinen Ertrag, Personal- und Gemeinkosten laufen weiter. Deshalb wird der Rüstanteil in Kostenrechnung und Kalkulation gesondert betrachtet.
Je länger das Rüsten dauert, desto größere Lose werden gefahren, um die Rüstzeit zu verteilen. Große Lose erzeugen Bestand und verlängern die Durchlaufzeit. Kürzere Rüstzeiten erlauben kleinere Lose.
Nach Angaben von Taiichi Ohno hat Toyota die mittlere Rüstzeit zwischen 1945 und 1971 von drei Stunden auf drei Minuten gesenkt. Die Methode dahinter ist SMED.
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