Supply Chain Management, Planung und Steuerung
Lieferzeit, Termintreue, Bestände und Produktivität im Griff
Administrative Bereiche
Supply Chain Management als Knotenpunkt
Supply Chain Management verknüpft die Anforderungen Ihrer Kunden mit Ihrem Werk und Ihren Lieferanten. Die Planung gibt vor, die Steuerung setzt in der Produktion um und meldet zurück. Zusammen entscheiden diese drei Ebenen über Lieferzeiten, Liefertreue und das Kapital, das in Beständen gebunden ist. Und sie bestimmen die Produktivität der Fertigung stärker, als viele annehmen: Mängel in Planung und Steuerung kosten die Produktion in Praxisprojekten bis zu 20 Prozent Produktivität.
Wir betrachten Supply Chain Management, Planung und Steuerung ganzheitlich, vom Vertrieb bis zur Auslieferung, von Stücklisten und Arbeitsplänen bis zur Beschaffung der Zukaufteile. Dabei sind wir herstellerneutral und begleiten Sie durch das Angebot an Software und digitalen Lösungen.
Woran Sie es merken
Woran Sie Lücken im Supply Chain Management merken
01
Fehlteile bremsen die Montage
Aufträge sollen starten, aber Teile fehlen. Es wird umgeplant, umgeräumt, halbfertige Aufträge bleiben stehen. Wir kennen Fälle mit über 20 Prozent Produktivitätsverlust allein durch Fehlteile.
02
Termine nach Gefühl
Der Vertrieb kann keine verlässlichen Lieferzeiten nennen. Kunden erfahren von Verzögerungen erst, wenn sie selbst nachfragen.
03
Volle Lager, trotzdem fehlt etwas
Hohe Bestände und geringe Umschläge, und das Material, das gerade gebraucht wird, ist nicht da. Ursachen sind oft Planungslogik und Stammdaten.
04
Planung in Excel-Listen
Neben dem ERP entstehen Tabellen, Leitstände auf Papier und Zurufsysteme. Niemand hat den aktuellen Stand, jeder plant für sich.
Hintergrund
Software und Pull richtig kombinieren
Supply Chain Management und Planung funktionieren nicht ohne ERP. In der Steuerung der Fertigungsaufträge auf dem Shopfloor ist zu viel Vertrauen in zentrale IT-Systeme dagegen oft die schlechtere Lösung. Hemdsärmelige Pull-Systeme mit Kanban und Supermärkten sind dort häufig robuster. Wo lange Prozesszeiten oder technische Grenzen eine direkte Verkettung verhindern, entkoppelt ein Supermarkt die Stufen und steuert die Fertigung im Pull-Verfahren.

Gleichzeitig öffnet die Digitalisierung neue Türen: Plattformen zur Einbindung der Lieferanten, RFID-Tracking von Werkstücken und Behältern, automatische Bedarfserkennung bei Entnahme aus dem Lager. Wir beherrschen beide Welten und wählen, was zu Ihrem Auftragsmix passt.
Drei Ebenen im Blick
Ein festes Schema gibt es nicht, dafür sind Ausgangslagen zu verschieden. Wir betrachten kundenanonyme Lagerfertigung genauso wie auftragsbezogene Fertigung, jeweils auf den Ebenen Supply Chain Management, Planung und Steuerung. Typische Themen sind die Einbindung von Kundenabrufen ins eigene ERP, Logistikkonzepte wie VMI, Just in Time, Just in Sequence und C-Teile-Management, eine Mittelfristplanung für flexible Kapazitäten und die langfristige Auslegung von Maschinen und Personal.
Vorgehen
Vorgehen im Supply Chain Management
01
Ausgangslage
Wir nehmen Abläufe, Daten und Systeme auf, vom Angebot über den Dispositionslauf bis zur Rückmeldung aus der Fertigung, und benennen Stärken und Schwächen.
02
Ursachen
Gemeinsam mit Ihren Leuten suchen wir die tatsächlichen Treiber: Planungslogik, Stammdaten, Sicherheitsbestände, Losgrößen, Rückmeldungen und Schnittstellen.
03
Konzept
Wir entwerfen ein Planungs- und Steuerungskonzept, das zu Ihren Zielen bei Beständen, Lieferzeit und Leistung passt, und wählen bei Bedarf die passende Software aus.
04
Umsetzung
Wir führen das Konzept mit Ihnen ein, oft ergänzt um ein tägliches Auftragsfortschrittsgespräch, das Probleme früh sichtbar macht.
Ergebnisse
Kürzere Lieferzeit, verlässliche Termine, weniger Bestand
Gutes Supply Chain Management wirkt direkt auf Bestände, Lieferzeiten und Liefertreue. Dazu kommen indirekte Effekte: Die Fertigung arbeitet ruhiger und produktiver, kurze und verlässliche Lieferzeiten bringen zusätzlichen Umsatz. In unseren Projekten sanken die Lieferzeiten über alle Auftragstypen im Mittel um 25 Prozent.
Passend dazu: Bestandsreduzierung, Arbeitsvorbereitung, der Standpunkt Fehlteilanalyse und Fehlteilreduktion und die Schulung Wertstromanalyse und -design.
−25 %Lieferzeit im Mittel über alle Auftragstypen
50 → 90 %Liefertermintreue in vier Monaten
3 → 10Bestandsumschlag nach Planungsoptimierung
Aus unseren Projekten
Sechs Beispiele aus dem Supply Chain Management
01
Termintreue in vier Monaten
Von unter 50 auf über 90 Prozent: besseres Planungssystem, schnelle Rückmeldung aus der Produktion, flexible Kapazitäten und ein tägliches Statusmeeting. Kunden hören früh von Verzögerungen.
02
Vom Excel zum ATP-System
Ein ATP-System und eine Pull-Steuerung lösten die Planung per Tabelle ab. Lieferzeiten sind für Innen- und Außendienst jederzeit sichtbar, die Durchlaufzeit sank um 30 Prozent.
03
Bedarfsvorschau in der Kette
Ein Maschinenbauer übernimmt Kundenabrufe automatisch ins ERP und gibt eigene Vorschauen an Kernlieferanten weiter. Bestände −40 %, Durchsatz +12 % bei gleicher Kapazität.
04
Tägliches Fortschrittsgespräch
Abteilungen klären Probleme jeden Tag gemeinsam und setzen einheitliche Prioritäten. Die Produktion wurde ruhiger, der Durchsatz stieg um 15 Prozent.
05
Bestandstreiber beseitigt
Falsche Planungslogik, Stammdatenfehler, zu hohe Sicherheitsbestände und Puffer abgebaut. Umschlag von 3 auf 10, Verschrottung von 2 auf unter 0,3 Prozent der Herstellkosten.
06
Lieferkette eines Maschinenbauers
Kundenabrufe laufen nach Stücklistenauflösung gefiltert an die eigenen Lieferanten. Bestand um einen einstelligen Millionenbetrag gesenkt, deutlich weniger Fehlbestände.
360-Grad-Check
Wo in Ihrer Lieferkette die Zeit verloren geht, zeigt ein Tag vor Ort
Der 360-Grad-Check ist kostenfrei und unverbindlich. Danach wissen Sie, wo das größte Potenzial liegt, schriftlich und nachvollziehbar.
Häufige Fragen
Was uns zum Supply Chain Management gefragt wird
Brauchen wir ein neues ERP?
Selten als Erstes. Meist liegen die Ursachen in Planungslogik, Stammdaten und Abläufen. Ein neues System lohnt sich erst, wenn diese stimmen.
Pull oder zentrale Planung?
Beides hat seinen Platz. Für Supply Chain Management und Grobplanung braucht es das ERP, auf dem Shopfloor ist eine Pull-Steuerung oft robuster.
Wie schnell verbessert sich die Termintreue?
In einem Projekt stieg sie in vier Monaten von unter 50 auf über 90 Prozent. Schnelle Hebel sind Rückmeldung, Prioritäten und ein tägliches Statusgespräch.
Wer muss mitarbeiten?
Vertrieb, Planung, Einkauf, Lager und Produktion. Supply Chain Management betrifft kaum einen Bereich nicht.
Wie hängt das mit Bestandsreduzierung zusammen?
Planung und Steuerung sind der größte Hebel auf Bestände. Für eine vollständige Bestandsreduzierung betrachten wir zusätzlich Qualität, Anlagen und Produktlebenszyklen.
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