Einkauf und Lieferantenmanagement

Vom Bestellabwickler zum Manager des Beschaffungsnetzwerks

Administrative Bereiche

Im Einkauf wird das Geld verdient

Die alte Kaufmannsweisheit gilt mehr denn je. In einem produzierenden Unternehmen beeinflusst der Einkauf im Schnitt die Hälfte bis zwei Drittel der Kosten. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen: Kostendruck, steigende Materialpreise, globale Lieferketten mit schwer steuerbaren Risiken und Lieferanten, die mit schlanken Produktionssystemen Schritt halten müssen.

Wir unterstützen Sie dabei, Beschaffungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen, die schnell Einsparungen bringen und dauerhaft tragen. Im Mittelpunkt steht eine partnerschaftliche Einbindung der Lieferanten, die Gesamtkosten senkt und zugleich Qualität, Termintreue und Bestände verbessert.

Woran Sie es merken

Typische Anzeichen im Einkauf

01

Trouble Shooting statt Strategie

In Praxisfällen gehen über 80 Prozent der Einkaufskapazität in Abweichungen: verspätete Lieferungen, Teilmengen, Qualitätsprobleme, vorgezogene Termine.

02

Lieferantenbesuche aus Not

Von 50 Lieferantenbesuchen waren in einem Projekt 47 durch akute Lieferprobleme veranlasst. Für Entwicklung und Optimierung blieb kein Termin.

03

Zersplittertes Volumen

Die Vergabe an den jeweils günstigsten Anbieter verteilt das Einkaufsvolumen auf sehr viele Lieferanten. Einfluss auf die Lieferantenbasis hat dann niemand mehr.

04

Marktforschung findet nicht statt

Wenn die Teile feststehen, hätte man eigentlich gestern bestellen müssen. Für systematische Beschaffungsmarktforschung fehlt die Zeit.

Hintergrund

Der Einkauf wird zum Netzwerkmanager

Unternehmen konzentrieren sich auf ihre Kernkompetenzen, ein wachsender Teil der Wertschöpfung wandert zu den Lieferanten. Beschaffungsketten werden international, Vielfalt an Produkten, Varianten und Teilen nimmt zu, und die Digitalisierung verlangt eine engere Vernetzung mit den Systemen der Lieferanten. Damit verschiebt sich die Rolle des Einkaufs: weg vom operativen Bestellen, hin zur Gestaltung des Beschaffungsnetzwerks zwischen Lieferanten, Entwicklung, Qualität, Logistik und Produktion.

Einkauf und Lieferant besiegeln die Zusammenarbeit per Handschlag

Total Cost of Ownership statt Einstandspreis

Neben dem Preis zählen Prozesskosten, Bezugs- und Nebenkosten und die Kosten von Abweichungen. Bessere Lieferantenleistung zeigt sich in Liefer- und Qualitätsperformance, kleineren Losgrößen und kürzeren Wiederbeschaffungszeiten. Das ist ein strategischer Vorteil, der weit über den Einkauf hinaus wirkt.

Zwei Kernprozesse im strategischen Einkauf

Warengruppenstrategie. Ein rollierender Prozess, etwa jährlich je Warengruppe: Transparenz über die Ausgangslage, Strategie mit Zielen, Maßnahmen und Kennzahlen, Umsetzung und Review. Portfolios zeigen Risiken und Handlungsbedarf auf einen Blick und erleichtern die Abstimmung mit Geschäftsführung, Entwicklung und Produktion.

Lieferantenmanagement. Zugang zu fähigen Lieferanten weltweit, Überwachung ihrer Leistung, Fähigkeiten zur Lieferantenentwicklung und, wenn nötig, eine konsequente Trennung von Minderleistern.

Vorgehen

Das Einkaufsprogramm in zwei Phasen

01

Transparenzphase

Eine kurze Analyse mit festen Basismodulen zu Zahlen, Prozessen und Schnittstellen zeigt Ansatzpunkte und Potenziale. Vertiefungsmodule kommen nur dazu, wo sie sich lohnen.

02

Sofortmaßnahmen

Der erste Workstream der Umsetzung hebt vorhandene Chancen für schnelle Preis- und Kostensenkungen, etwa über Ausschreibungen, Verträge und Lieferantenworkshops.

03

Strategischer Einkauf

Der zweite Workstream verankert Warengruppenstrategien und Lieferantenmanagement. Er ist der Kern der nachhaltigen Verbesserung.

04

Organisation und Wissen

Der dritte Workstream entwickelt Organisation, Prozesse und Qualifikation. Schulungen schaffen die Grundlage, die Umsetzung im Projekt macht daraus Routine.

Ergebnisse

Messbar im Ergebnis, robuster in der Krise

Einkaufsprojekte wirken direkt auf das EBIT. Die Einsparungen lagen in unseren Projekten bei etwa 8 Prozent des Materialaufwands, je nach Ausgangslage zwischen 4 und 17 Prozent. Gleichzeitig sanken die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, und die Lieferanten lieferten pünktlicher und in besserer Qualität. Wichtig ist uns, dass Ihr Team die neuen Abläufe danach ohne uns weiterführt.

Passend dazu: der Standpunkt Risikomanagement in der Beschaffung, Fehlteilanalyse und Fehlteilreduktion, Versorgungssicherheit und Engpässe sowie Supply Chain, Planung und Steuerung.

rund 8 %weniger Materialaufwand, je nach Lage 4 bis 17 %

−10 bis −30 %und mehr Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen

−65 %Wiederbeschaffungszeit nach Lieferantenworkshops

Aus unseren Projekten

Vier Beispiele aus Einkaufsprojekten

01

Strategischen Einkauf aufgebaut

Mitarbeitende geschult und den Prozess der Warengruppenstrategie eingeführt: Warengruppendossier, Strategieworkshop mit Zielen, Zeitplan und Maßnahmen, dazu ein passendes Controlling.

02

Gesamtkosten im Blick

Maßnahmen wie Sourcing in Niedrigkostenländern, Vertragsmanagement, Online-Anbindung, C-Teile-Dienstleister und Herstellkostenworkshops mit Lieferanten ersetzten den reinen Preisfokus.

03

Lieferantenmanagement eingeführt

Auditierung, Zulassung, Bewertung und Entwicklung von Lieferanten, Lieferantenworkshops, ein Eskalationsprozess und ein geordnetes Phase-out.

04

Lieferantenworkshops mit Wirkung

Gemeinsame Workshops zu Qualität, Logistik und Herstellkosten: Wiederbeschaffungszeit −65 %, Losgrößen −50 %, Herstellkosten −12 %, bessere Qualität.

360-Grad-Check

Wo in Ihrem Einkauf Geld liegen bleibt, zeigt ein Tag vor Ort

Der 360-Grad-Check ist kostenfrei und unverbindlich. Danach wissen Sie, wo das größte Potenzial liegt, schriftlich und nachvollziehbar.

Häufige Fragen

Was uns zum Einkauf gefragt wird

Nein. Preise sind ein Hebel. Mindestens so wichtig sind Prozesskosten, Abweichungskosten, Bestände und die Leistung der Lieferanten.

Sofortmaßnahmen zielen auf schnelle Einsparungen über Preise, Verträge und Ausschreibungen. Warengruppenstrategien und Lieferantenentwicklung wirken mittel- und langfristig.

Ja. Gerade kleinere Unternehmen sind von einzelnen Lieferanten abhängig. Ein schlankes Risikomonitoring ist schnell aufgebaut.

Der Einkauf, dazu Entwicklung, Qualität, Logistik und Produktion. Bei Workshops zu Herstellkosten oder Qualität sitzen auch Lieferanten mit am Tisch.

Ein geschultes Team, eingeführte Prozesse für Warengruppen und Lieferanten und Kennzahlen, mit denen Sie den Fortschritt selbst verfolgen.

Kontakt aufnehmen

Sprechen wir über Ihren Einkauf

Ein Anruf reicht, um herauszufinden, ob wir zueinander passen. Sie schildern uns, woran es gerade hakt, wir sagen Ihnen offen, ob wir dafür die Richtigen sind. Wenn ja, schlagen wir einen ersten Schritt vor. Wenn nein, sagen wir Ihnen auch das.

Anfrage zum Einkauf

Zwei Sätze zur Ausgangslage genügen. Sie bekommen innerhalb eines Arbeitstages eine persönliche Antwort.

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